Demographischer Lichtblick

 

Kann es sein ,überwindet Deutschland seine Demographiekrise ? Meldungen über einen Geburtenanstieg scheinen es nahezulegen. Demnach wurden 2016 pro Frau – im statistischen Durchschnitt – 1,59 Kinder geboren,In den Jahren davor lautete die Zahl meist 1,4 –

Was bedeutete:Bezüglich Gebärfreudigkeit gehörte Deutschland  in Europa zu den Schlusslichtern.

 

Dass wieder mehr Babies das Licht der Welt erblicken,hängt natürlich auch mit dem Zuzug von Ausländern und Ausländerinnen nach Deutschland zusammen.Bekanntlich wird in diversen anderen Weltgegenden mehr Nachwuchs registriert als in „Old Europe“. Und natürlich spielen diverse  „Elternzeit“-Massnahmen  des Staates auch wohl eine positive Rolle.

 

Freilich handelt es sich beim registrierten Geburtenanstieg – langfristig demographisch betrachtet – um eine Momentaufnahme.

Die „Alterung“ der Gesellschaft – sprich  ein zu schmaler Jugendsockel  und zu ausladende Bevölkerungstranchen von Älteren und Alten  - das bleibt ein Problem. (Siehe auch Fachkräftemangel.)

Damit einher geht die schleichende Auflösung von Familienstrukturen.

Mit der Einrichtung von Kitas und Altenpflegeheimen ist es nicht getan. Der vielbeschworene Zusammenhalt der Gesellschaft muss im Familialen neu begründet werden. Das bedeutet noch viel mehr Ausgleich zwischen Erwerbsarbeitswelt und Privatwelt.

 

Es geht nicht nur um eine lebendige Digitalkultur,sondern um eine tragfähige Humankultur.  

 

 

 Isolde Pietsch

Journalistin/Autorin

E-Mail: IsoldeP@T-online.de